Die Norberts bei den NOXXX

Hallo,

es erreichte uns ein Rückblick auf das Geschehen vom Team Kuno Racing. Für dieses Wochenende und auch die European Finals in Santapod ist das Team wieder etwas gewachsen. Norbert Schneider bewegt erneut, wie bereits 2014 den Avanger 1 in der Klasse Pro Mod. Anton Schneider wurde gleich adoptiert und ist der Vertreter des “Norberts Racing Team“ in der Klasse Pro ET. Wie es den Ruhrgebietlern und den Pfälzern so erging schildert Sven Limberger, seineszeichen Mechaniker im Team.

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Norberts side by side.

“Kuno – Racing, 07.-09.08.2015, Nitrolympx, Hockenheim

Im Rahmen der FIA Europameisterschaft und dem 30. Jubiläum der legendären Nitrolympx, bezogen wir bereits am frühen Mittwochmorgen die Boxen am Hockenheimring. Die Wettervorhersage für das bevorstehende Wochenende versprach Temperaturen, wie man sie in Las Vegas kennt – bis zu 40 °C. Die Rico Anthes Quartermile war, wie sich nach der ersten Begehung herausstellte, in tadellosem Zustand. Respekt an dieser Stelle an das Team um Jerry Lackey/Hockenheimring und die Crew aus Santa Pod, die für die Streckenvorbereitung zuständig waren.

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Alles gut gefüllt…

Die Vorfreude stieg und wir waren begeistert, dass es sich Norbert Schneider an dem Wochenende nicht nehmen ließ erneut hinter das Steuer des Avenger I zu steigen. The two Norberts are back
Norbert Schneiders Sohn Anton war am Wochenende ebenfalls mit von der Partie und war als dritter Vollblutracer bei uns im Fahrerlager. Er trat in der Pro ET Klasse an, schaffte es während der Qualifikationsläufe sogar auf Platz 2 und ließ somit ein gigantisches Fahrerfeld hinter sich. Doch leider schied er mit einem Rotlicht in seinem ersten Eliminationslauf aus.

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Anton S.

Bei uns ging es bis zur Qualifikation am Freitag etwas ruhiger zu. Die beiden ProMods bekamen ein wenig Pflege und die Kommissare gaben grünes Licht bei der technischen Abnahme am Donnerstag. Als am Freitagmorgen die Sonne über dem Hockenheimring aufging, war allen schnell klar, dass mit den Temperaturen nicht zu spaßen war. Der Asphalt kochte schon in den Morgenstunden und in der Sonne war es kaum auszuhalten. Nichtsdestotrotz gingen die Proklassen, wie geplant, gegen 11 Uhr zum ersten Qualifikationslauf in den Vorstart. Norbert Schneider startete in der ersten Pro Mod Paarung und lieferte mit 8,4 Sekunden einen souveränen Lauf. Teamchef Norbert Kuno bekam beim Start einen Tyreshake und brach den Lauf ab. Das Setup des Rennwagens musste also weiter unter die Lupe genommen und an die hohen Temperaturen angepasst werden. Jedoch kam es am Freitag nicht mehr zu einem zweiten Lauf. Am Nachmittag ereignete sich ein gewaltiger Oildown auf der rechten Seite der Strecke, weswegen die Reinigungsarbeiten bis in die Abendstunde andauerten.

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Links Norbert K. und Silvio, der Mann mit den großen Jackentaschen…

Am Samstag bestimmte die Hitze wieder das Renngeschehen. Norbert Kuno erlitt im zweiten Qualilauf erneut einen Tyreshake. Norbert Schneider hingegen konnte seine Zeit mit 8,35 sec um ein paar Hundertstel verbessern. Doch leider gab es nach dem zweiten Lauf Probleme mit dem Motor des Avenger I – der Öldruck ist zu gering. Die Suche nach der Ursache verhinderte eine Teilnahme am dritten und letzten Qualifikationslauf für Norbert Schneider, an dem Wochenende.

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Norbert S.

Während das Team den Avenger I genauestens untersuchte, wurde das komplette Setup an Norbert Kunos Pro Mod verändert. Die Arbeit zahlte sich aus. Mit 6,5 Sekunden und einem Topspeed von 345 Km/h qualifizierte sich Norbert Kuno für den Rennsonntag auf Platz 6. Das Team war froh einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben  und hoffte darauf an die Bestzeit von 6,09 Sekunden anknüpfen zu können, welche Norbert Kuno in England beim Main Event fuhr.

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Burn Baby…

Doch die Hoffnung auf eine weitere Bestzeit schwand, nachdem sich herausstellte, dass Norbert Kuno sich den Motor im letzten Lauf beschädigte. Ein Pleul war gerissen und hatte schwere Schäden im Kurbelgehäuse nach sich gezogen. Ein Schaden, der vor Ort nicht behoben werden konnte. Dies bedeutete das Aus für Norbert Kuno. Somit waren Norbert Kuno und Anton Schneider aus dem Rennen – Norbert Schneider war am Rennsonntag der Letzte im Rennen.

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Autsch…

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Autsch 2

Am frühen Sonntagmorgen fuhr er mit 7,73 sec eine persönliche Bestzeit für das Wochenende, konnte mit Mats Eriksson, dem zu der Zeit führenden in der EM Gesamtwertung, allerdings nicht mithalten. Rückblickend sind wir etwas enttäuscht, da wir uns eine bessere Leistung erhofft hatten. Dennoch wissen wir, dass in unseren Rennwagen eine Menge Potential steckt und hoffen auf bessere Zeiten im nächsten Rennen. Wir stecken nun in den Vorbereitungen für England und möchten uns bei allen Fans bedanken, die uns in Hockenheim so zahlreich unterstützt haben.

Sven Limberger (Kuno-Racing)“

Also, lasst es in England nochmal krachen, ich drücke die Daumen.

Markus Münch für Dragmag.de

Fotos: Münch, Limberger