Main Event Santapod – Sportsman Klassen

Eine kleine Invasion von Kontinentaleuropäischen Sportsman Team hat sich auf den Weg gemacht die Insel zu erobern. Vorne Weg, gelungen ist es keinem einen Sieg einzufahren. So wie ich das alles verfolgt habe konnten jeder recht viele Läufe bestreiten und alle Rennen wurden zu Ende gefahren. Am Erfolgreichsten Schnitt dabei Team Schumann ab, die beide Dragster in Pro und Supro ET in die Viertelfinalläufe brachten. Gratulation an Janine Hagen und Oliver Petzold.

DSC_4705

Janine Hagen 

Zu den einzelnen Klassen:

Kaitlan Deevey gewinnt in ihrem Miss Dynamite Dragster gegen Harry Redshaw. Harry habe ich bereits in Rivanazzano getroffen, mit Vater, Opa und Bruder. 1800 Km einfache Fahrt von England nach Italien. Das ist Hingabe. Beim Main Event belegt er den zweiten Platz. Gratulation.

DSC_4391

Team Redshaw

Unter den 24 Bewerbern war auch Lukas Schmidt. Sohn von Florian Uebel, der in der Klasse CE antritt. Mit dem JD gab es aber ein Problem. Er ist zu schnell für Lukas. Mit 9 Jahren darf er schnellstens 11,9 Sekunden fahren. Junior Stock. Der Dragster geht aber satt in die 9er Zeiten. Trotz Zusatzgewichten und Motoren Detuning war die Kiste immer noch zu schnell und er wurde aus dem Wettbewerb genommen. In Hockenheim ist er 10 Jahre alt und fährt in der nächst höheren Klasse und darf 8.5 Sekunden fahren. Das passt dann.

DSC_3683

Lukas Schmidt

Street Eliminator UK:

Martin Smith im Bentley Continental gewinnt gegen Nick Hale im Mercedes 280e. Die Klasse war schon mal besser besetzt. Dennoch sehr interessant.

Super Street:

Die Klasse schwächelt in GB auch sehr. Bei uns ist sie quasi nicht mehr existent. 6 Teilnehmer*innen machen sich auf die Reise. Am Renntag dann ein böser Unfall, als Karen Stevens im Las Vega nach dem Ziel abbog, mit dem Gegner zusammenstieß und sich mehrfach überschlug. Ihr ist wohl nichts Schlimmeres geschehen, der Wagen ist wohl Kernschrott. Gewonnen hat der Dark Revenger, Dave Cherrett gegen Lee Morris im Grünen Jaguar E Type.

DSC_4393

Stevens

DSC_4668

Charret

Super Gas:

Immerhin 21 Teilnehmer. Auch in dieser Super Klasse ist in den letzten Jahren nicht mehr viel los. 8er Felder keine Seltenheit. Man führte hier vor 2 Jahren die Regelung ein, das in den Bracket Klassen auch mit Throttlestop gefahren werden kann um es Doppelstartern (z.B. Super Gas und Pro ET) einfacher zu machen. Das hilft die Klasse am Leben zu erhalten. Genau so der Terry Gibbs SG Shootout, bei dem es hier ein gutes Preisgeld zu gewinnen gibt.

DSC_4672

Zimmermann

DSC_4680

Kloss

Rene Kloss und Jan Zimmermann sind die beiden Deutschen Vertreter in der Klasse. Beide sind im Feld, beide verlieren in der ersten Runde. Jan Zimmermann mit der Chevelle hatte das Wochenende über damit zu kämpfen, dass die Fahrmaschine nicht so richtig an den 9.90 Sekunden Index hinfahren wollte. In Runde 1 dann auch ein verkorkster Lauf und das Aus. Rene Kloss ist nach ein paar Änderungen über den Winter noch am Einstellen und Setup finden. In Runde 1 verliert er extrem knapp gegen den späteren Sieger Stuart Doingie. Runner up wurde Jon Giles im Willys.

Super Comp:

Taylor Letchford gewinnt vor Stuart Doingie.

DSC_3935

Putzmann

Seit den „Doorslammers“ ist Team Kaeferdesaster (Arndt Putzmann) mit Support von Team Schlieper und Kindich am Start. Der Käfer soll endlich in die 8. Immer tiefer wird sich in Motor und Chassis gefummelt und gedacht. Einige Bugs wurden lokalisiert und sind auf dem Weg beseitigt zu werden. Laut Arndt sollte das Ding in naher Zukunft das Fliegen lernen. Ich drücke die Daumen. Hier hat es noch nicht geklappt, aus in Runde 1.

DSC_4367

Doingie

Pro ET:

Keith Herbert gewinnt vor Paul Brown. Da der Lauf zur Pro ET Challenge zählt, sind ein paar der Challenge Teilnehmer am Start. Der Brite Will Clark mit dem Hayabusa getriebenen kleinen Dragster, Hans Niesner mit der weißen Corvette. Til Schöninger bewegt seinen Rechtslenker Honda auch mal wieder auf seinem angestammten Britischen Boden. Janine Hagen mit dem Mercedes das erste Mal auf der Insel.

DSC_3609

ClarK

In der Qualifikation haben es alle Challenge Teilnehmer in das Feld geschafft. Immerhin mussten 9 Teilnehmer zuschauen, darunter auch der vorjährige Hockenheim Gewinner Gino Bernadine.

DSC_3603

Janine Hagen

In Runde 1  dann wird es ernst. Janine Hagen setzt sich gegen Will Clark durch. Will mit Rotlicht. Hans Niesner gegen Bailey raus. Zu langsam an der Ampel und auch auf der Strecke zu weit vom Dial In weg. Til Schöninger mit 0.001 Rotlicht. Man kann nicht sagen, dass er es nicht versucht hat.

DSC_4698

Niesner

In Runde 2 nimmt Janine ihrem Gegner Neil Watkins an der Ampel 2/100 ab. Das bringt ihn in Zugzwang und er bricht mit 0.0004 (!!!) Sekunden aus. That‘s Sportsman Racing. Top. In Runde 3, dem Viertelfinale ist dann auch für Janine Schluss. Sie nimmt Dave Smith an der Ampel 7 Hundertstel ab, verliert aber dennoch. Gratulation zur super Leistung.

DSC_4717

Schöninger

Super Pro ET:

In der Klasse Super Pro ET gehen 38 Teilnehmer an den Start. Die meisten von der Insel, aber auch viele Franzosen, Deutsche, Österreicher, Franzosen und ein Team aus Andorra.

DSC_4967

Petzold

Wetterbedingt (das Wetter war uns durchaus sehr wohl gesonnen) und durch Oildowns wurden aus den 9 Qualiläufen „nur“ 5. Eric Angeloni kam leider nicht ins Feld. Er hatte am Samstag Probleme mit dem zweiten Gang, als diese behoben waren, gab es keine Qualiläufe mehr. Am Sonntag ging es in den Renntag und alle Challengeteilnehmer die im Feld waren, kamen in die nächste Runde.

DSC_4982

Könnecke

Ein 32er Feld wird gefahren. Oliver Petzold setzt sich gegen Mick Howling durch. Jens Könneck setzt sich gegen Daniel Giles durch. Marc Henney setzt sich gegen Scott Hauser durch, den amtierenden Britischen Meister und Billy Gane gewinnt mit einem 0.007 Sekunden Licht gegen Brad Jackson durch. Ebenfalls setzt sich Oliver Krautberger in seinem ersten Rennen in der Klasse Super Pro ET gegen den Alternate Nowak aus Frankreich durch. Sein eigentlicher Gegner Colin Millar ist bereits durch technischen Defekt ausgefallen. Krautberger fuhr bisher in der Klasse Pro ET, nach regelmäßigen 8er Zeiten beim Doorslammers Event und den Testtagen in der Woche zuvor, hat er sich entschieden die Klasse zu wechseln und sich für die Challenge einzuschreiben.

DSC_5015

Henney

In Runde zwei, am dunstigen kühlen Rennmontag ging es kurz vor 10.00 Uhr auf die noch kühle und trickreiche Strecke. Jens Könnecke hatte einen sehr unruhigen Lauf. Er blieb 3 Zehntel hinter seiner normalen Performance und schied gegen David Evans (den späteren Runner up im Doomsday Impala) aus. Marc Henney fährt ein Rotloicht. Während des Burnoutes hat sich ein Transbreake Kabel gelöst. Als er an der Ampel den Knopf drückt, rollt er nach vorne durch, anstatt mit hoher Drehzahl an der Ampel auf Grün zu warten. Marc möchte sich noch herzlich bei Jens Könnecke für den Wandler bedanken. Ohne den wäre er schon viel früher raus gewesen. Oliver Krautberger wird von Laura Turburville an der Ampel mit einem 0.001 Sekunden Licht (gegen 0.09 Sekunden) geschlagen, da auf der Strecke gibt Sie den Lauf nicht mehr aus der Hand. Billy Gane zieht gegen den letztjährigen Hockenheimsieger Brian Pateman den Kürzeren und scheidet ebenfalls aus. Oliver Petzold ist nach dieser Runde der einzig überlebende. Billy Everitt im Alien Altered fährt ein Rotlicht, Oliver steht damit in Runde 3.

DSC_5040

Gane

In Runde drei ist auch für Oliver Petzold Schluss. Der Lauf des späteren Siegers Nick Good im mächtigen Kompressor Dragster ist an der Ampel und auf der Strecke besser und somit ist der Engländer weiter.

DSC_5011

Krautberger

Ein sehr wettbewerbsfähiges Feld, in dem die Challenge Teilnehmer gut mitmischten. Die Engländer (manche zumindest) freuten sich das das Feld so international war.

DSC_4239

Angeloni

Competition Eliminator:

Die Klasse bekommt auch in England mittlerweile wieder etwas mehr Zuspruch. Nicht nur 3-4 Teilnehmer, nein 10 Stück. Darunter auch Florian Uebel vom Skull Racing. Seine 7.4 Sekunden vom Doorslammers Event konnte er leider nicht mehr wiederholen. Alle anderen fuhren aber ebenso 1-2 Zehntel langsamer aus das Wochenende zuvor. Sein Index (in CE Fahrzeugbezogen und DARF unterfahren werden) ist 7.63 Sekunden. Da kam er ran, aber nicht drunter. Das bedeutete in Runde 1 das Aus gegen Mr. Mudridge. Am Ende gewinnt Andy Hone vor Robin Orthodoxu im wilden Big Block Altered.

DSC_4005

Uebel

Ein Wahnsinns Rennwochenende, für manche sogar 2 Rennwochen, gehen zu Ende. Die Teams, die beide Rennen mitgenommen haben wurden durch die Möglichkeit viele Läufe zu machen belohnt. Das Wetter spielte sehr gut mit. Regen, wenn überhaupt nur nachts, warm und viel Sonne. Das Doppelwochenende ist für nächstes Jahr bei einigen Teams schon Fix eingeplant. Da werden sich bestimmt noch ein paar Teams anschließen.

So, Over und Out, Pod, wir kommen wieder.

Markus Münch, Text und Bilder.