NOX 2016

Nitrolympx 2016

Es war eine Zeit in der Geschichte geschrieben wurde. Die Geschichte der Hockenheimring GMBH und des BMC, sie haben es hinbekommen die F1 in Zukunft nicht mehr als Schreckgespenst für eine gelungene Rico Ahntes Quartermile im Raum stehen zu lassen. In nur drei Wochen haben es die Hockenheimer, die Santa Pod’ler und die Jade Race’ler gemeinsam geschafft, die wohl beste Piste die es je in Hockenheim gab für die knapp 300 Aktiven bereitzustellen. Schleifen, Spezialbelag auftragen und Gummi/Kleber haben sich gelohnt, schon bei den PDR war die Bahn sonntags akzeptabel, bei den Nitros spätestens mit der freitäglichen Qualifikation als Top angesehen. Gekrönt von den beiden 3 Sekunden Läufen der Top Fuel Gewinnerin Anita Mäkelä aus Finnland. Auch das eine der vielen Geschichten des vergangenen Wochenendes.

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(Hier geht es zu meiner Galerie. Wir probieren im Moment einen neue Galerie aus, da bei der alten Plattform Probleme bei Mobilgeräten auftraten. Müsste jetzt behoben sein.)

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Der Samstag wurde den Pro’s durch den Regen geraubt, somit hatten sie nur die beiden Qualiläufe vom Samstag, um sich für das Feld zu qualifizieren. Viele Sportsmanklassen konnten ihre Qualiläufe durchführen, hab ich schon erwähnt, dass ein vierter Tag, der Donnerstag für Sportsmann Qualifying eigentlich ein muss für die Zukunft ist? So ein Sportsman Feld, auf so einer Strecke, das braucht auslauf. In nur drei Tagen bekommt es das aber nicht zu genüge. Aber nun zum Renngeschehen.

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Top Fuel:

Neergaard mit einem Punkt vor Anita in der EM. Nach der Quali ist der Däne erster, Anita nur auf Rang vier. Fünf Fueler am Start. Anita putzt Urs in E1 mit der ersten 3er Zeit auf der Hockenheim Quartermile. Da hat der Schweizer nix entgegenzusetzen. Kargered putzt Jones mit einer 4.15 Sek. und Neergaard hat als Top Qualifyer nen Byerun.

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Stig Neergaard

Runde zwei: Kargered mit Byerun ins Finale und die beiden Führenden der EM Duellieren sich im anderen Halbfinale. Stig zuerst an der Ampel los, doch Anitas 3.93 Sek. auf 481 Km/h machen den Ausschlag, die junge Finnin, Herrin über 8000 PS und ca. 30000 Hühner steht im Finale. Kargered, amtierender Meister und zweimal in Folge der Sieger der NOX… Was geht im Finale… Pedalfest, I love that kinda shit. Micke zuerst von der Ampel weg, Beide on und off the throttle… Anita als erste im Ziel, Wahnsinn. Somit ist sie auf dem Weg den Pott dieses Jahr zu holen. Ich würde es ihr gönnen (und danke das Sie mich so nett durch das Interview geführt hat, warum auch immer hatte ich beinahe einen uuups Moment…).

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Anita Mäkelä

Top Methanol Dragster:

Die Habermann Brüder vom Werner Habermann Raceteam lassen sich ihr Heimspiel nicht nehmen. Dazu gesellt sich Jonny Lagg und der Engländer Rod Harrison, ein Rookie in dieser Klasse. Ebenso India Erbacher, im Winter auf dem A Fueler in den Staaten die Lizens gemacht, In Vegas ihr erstes Rennen bestritten, das Auto samt Besitzer und Crewchief nach Europa verschifft, um in Hockenheim und Santa Pod anzutreten.

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Timo Habermann

India landet auf Rang 5 der Quali, muss im ersten Lauf abstellen, im zweiten dann meinen Meinung nach eine Blue Line Violation. Der Crewchief hatte seine Hand immer noch am Auto, als India voll gestaged war. Normalerweise ein Grund zur Disqualifizierung des Laufes. Aber die Zeit zählte letztendlich doch. Wenn nicht, hätte sie im Rennen zuschauen müssen, nachdem am Samstag keine weiteren Läufe mehr möglich waren. So hätte sie keine Zeit auf der Qualiliste gehabt, somit nicht im Feld gewesen. Ich konnte über das gesamte Wochenende keine Auskunft zu diesem Sachverhalt bekommen, somit warte ich immer noch auf Aufklärung.

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Rod Harrison

Timo Qualifiziert sich mit einer 5.39 Sekunden Zeit als erster, dahinter Lagg und Dennis Habermann. Im Rennen dann Timo mit dem Top Qualifyer Byerun, Dennis haut Rod Harrison weg, der ne Olspur zieht, India gewinnt gegen Jonny Lagg. Im Halbfinale dann Timo gegen Dennis. Dennis mit Rotlicht und Timo mit einer 5.36 Sekunden Zeit im Finale. Eigentlich gegen India Erbacher, die hat einen Byerun im Halbfinale. Leider geht ihr Dragster nach dem Burnout aus, somit kann sie ihren Byerun nicht in Angriff nehmen (es hätte gereicht wenn sie unter eigener Motorenkraft staged und das grüne Licht bekommt), so ist aber Timo Rennsieger mit einem Byerun im Finale. Gratulation nach Langenselbold, Timo nun dritter i den Punkten. Lagg führt und wird dieses Wochenende in Tierp wieder Punkte sammeln. Danach ist in Santapod die finale Runde, mal schauen ob Timo da noch was reißen kann und mit nur zwei Rennen den vize Titel holt.

 

Top Methanol Funnycar:

Fünf Starter, die beiden Finnen an Eins und Zwei qualifiziert. Dahinter schon Jürgen Nagel. Der zwestörte Motor (Eurofinals 2015) wurde mit jeder Menge Hingabe und Eigenleistung wieder aufgebaut, sprich geschweißt, gehohnt… und und und. Ein abgerissenes Ventil war die Ursache, sieht nach Materialfehler aus, ein teurer, aber stell da mal Regressansprüche. Die neuen Ventile wurden nun kurzerhand vor dem Einbau bei Bloomen und Voss (Große Werft in Hamburg) geröntgt, damit man diese Fehlerquelle ausschließen kann. Eine nette Geschichte am Rande, wer hat, der kann.

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Nagel

Im Rennen dann Pietilae mit Byerun, Nagel gegen den nicht antretenden Bellio weiter, Leif Andreasson verliert gegen Oksa. Somit steht im Halbfinale Oksa mit Byerun schon sicher im Finale (er machte seinen Lauf…) Jürgen Nagel musste sich Pietilae geschlagen geben. Doch der Hanseate verabschiedete sich mit 5.9 Sekunden gegen eine 5.56er Zeit. Da muss man die Finnische Stärke neidlos anerkennen. Im Finale dann beide Top Qualifyer. Jonny Oksa gewinnt, da der besser gestartete Pietilae die Bahn nicht halten kann und disqualifiziert wird. Damit führt Oksa mit fast 100 Punkten vor Pietilae, und es müsste mit dem Traktionsteufel, oder Tyreshake Dämon zugehen, wenn er das Ding nicht zu sich in die heimische Werkstatt holt.

Pro Modified:

Vierzehn Teilnehmer qualifizieren sich für das Feld, Gullqvist, der EM Führende auf Rang Eins, dahinter Lindberg und Vegter.

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Hartefeld

Gullqvist hat es in Runde Eins mit Norbert Kuno zu tun, der fährt Rot und ne 6.3 Sekunden Zeit und Gullqvist ist weiter. Mats Eriksson im Green Goblin gewinnt mit einer 6.0 Sekunden Zeit gegen Dulamon und schlachtet sich seinen Motor kapital. Rennende und hecktische arbeit im heimischen Börlange, um für das dieswöchige Rennen in Tierp wieder fit zu sein. Hartefeld im grünen Superbird dieses Wochenende wieder in den 6.2ern, hat in Runde Eins Glück, Tooren vom Pro Dutch Racing muss nach dem Burnout abstellen. Lindberg hat an der Ampel schon gewonnen, Rotlicht für Bolletter in der ex Kath Bros. Corvette. Thomas Stiefel schlägt Marco Maurischat, der übelsten Tyreshake bekommt. Bader setzt sich gegen Hilt durch und Davis Vegter gegen al Schamari. Vegter hat die Woche vor den NOX in Russland gekämpft, auf der Dragster strecke. Wurde runner up und mit 50+ Stunden Fahrt nach Hockenheim belohnt. Kamen Mittwochnacht gegen 0 Uhr ins Fahrerlager gefahren. RESPECT. In Runde Zwei dann Gullqvist mit Byerun, Hartefeld ebenso, Eriksson konnte ja wegen Motorschaden nicht antreten. Johann Lindberg mit der ersten Pro Mod 5 an diesem Wochenende dann gegen Thomas Stiefel weiter, der pachte (ich glaube eine PB) 6.09 Sekunden Zeit aus und machte es dem Schweden alles andere als leicht. Läuft bei den Hawaiians. Bruno Bader hatte keine Probleme mit David Vegter.

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Gullqvist

Halbfinale. Gullqvist gegen Hartefeld, eine klare Sache, denkste. Gullqvist mit 0.3 Sekunden RT, da konnte seibst seine 6.0 Sekunden Zeit nicht gegen Marc’s 6.15 Sekunden Lauf gewinnen. Upset Alert. Kann Bruno Bader das im zweiten Halbfinale nutzen und Punkte in der EM auf den aktuellen Meister aufholen, oder nimmt diese Chance Johann Lindberg wahr. Nach side by side 6.0 Sekunden Läufen hat der Schwede die Nase vorne und steht gegen den Pro Mod Rookie Hartefeld aus Holland im Finale.

Finale: Hartefelds 6.12 Sekunden stechen nicht gegen Lindbergs 6.0 Sekunden, zumal der Schwede sich nicht die Blöse wie Gullqvist in der Runde zuvor gibt und mal 0.3 Sekunden Vorsprung gewährt.

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Lindberg

Gullqvist führt noch in der EM, jetzt mit 30 Punkten vor Lindberg und 40 vor Bader. Bei zwei Rennen ist da noch nichts entschieden.

Pro Stock:

In der Quali sind 6 Fahrer angetreten, Alund als erster, Ljungdahl als zweiter qualifiziert. Schade das Thomas Lindström nicht antreten konnte. Da sein Sponsor über Winter entschloss selbst Pro Stock zu fahren steht er mit kleinem Budget da und konnte die Reise nach Hockenheim nicht antreten. Das Ende der Geschichte: Alund siegt auf ganzer Linie. Im Finale setzt er sich gegn Ljungdahl durch und stellt auch noch dn neuen Streckenrekord in ET und Speed auf. Da steht dem 2016er Titel nicht mehr viel im Weg. 80 Punkte sein Vorsprung mittlerweile, Fehler sind nicht zu erwarten.

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Alund

Top Fuel Bike:

Rene van den Berg mit seinem ersten Sieg in dieser Klasse, mit neuer PB und zuversicht für uns alle, dass wir mit ihm, Ian King und Rickard Gustaffson mit seinem neuen Nitrobrenner in Zukunft noch viel Spaß haben werden. Gratulation ans Schark Attack Team aus den Niederlanden.

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van den Berg

Super Twin Top Fuel:

Der Finne Kemppainen schlägt im Finale seinen direkten Konkurrenten um den EM Titel, den Niederländer und amtierenden Meister Martijn de Haas. Beeindruckende schnelle Läuft vom Finnen, bis in die 6.4er ist er an diesem Wochenende vorgefahren. Der Finne somit auf EM Kurs. Die Bikes haben nur noch einen Lauf in England.

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Kemppainen

Pro Stock Bike:

Lasseur, der Niederländer, in der EM an zweiter Stelle, überholt den Führenden Alex Hope durch einen Rennsieg. Er besiegt den amtierenden Meister Fredlund, bei dem es dieses Jahr nicht so gut läuft. Hope hat Pech, denn sein Motor startet in Runde Eins nicht, so dass er durch einen Alternate ersetzt wird.

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Lasseur

Super Street Bike:

Hauen und stechen schon in der Quali. 27 Fahrer*innen bewerben sich um 16 Plätze. Thomas Granica ist dabei erfolgreichster deutschsprachiger Vertreter auf Rang 6 und Rang 3 des Europacups.

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Junge

Gary Bowe gewinnt am Ende vor Richard Stubbins, Bowe stellt auch nen neuen EM Speed Rekord mit 340.69 Km/h auf. Thomas Granica versagt sein Drahtesel in Runde Eins den Dienst, schade. Clemens Walleit, Erich Gruber, Steffan Schmidt schaffen es ins Feld, scheiden aber in Runde Eins aus.

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Junior Dragster:

Leon Weikum setzt sich am Ende durch und holt den Sieg nach Deutschland.

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Lucas Potthof, NOX Rookie

 

Competition Eliminator:

Robin Sattler im kleinen 4 Zylinder Dragster gewinnt gegen den Flügeltür Mercedes von Stefan Winter. Ingo Ekert im Challenger ist nicht zum Rennen zugelassen worden, das sein Gewichts, Hubraum Verhältnis nicht mehr passte, er hätte in die PM Klasse wechseln müssen, mangels gültiger PM (Pro Mod) Abnahme hat es sich für ihn damit erledigt: ’’Dann fahr ich nächstes Jahr eben die Pro Mod EM’’ soweit, so gut, wir schauen danach.

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Sattler

Pro ET:

Gerd Habermann gewinnt souverän die Klasse Pro ET. Im Finale schießt sein Gegner Laurant Levi dazu noch ein Rotlicht. Knapp 50 Teilnehmer starten in dieser Klasse. Herzliche Genesungswünsche gehen vom gesamten Dragmag Team an das Teammitglied von Gerd Habermann Racing, welches im Line Up gefallen ist und sich schwere Verletzungen zugezogen hat.

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Gerd Habermann

Supro ET:

Hier geht’s zum Rennbericht.

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Aschbrenner

Super Comp:

Eric Mathis gewinnt gegen Kai Erbs. Top Qualifyer hat sich in Runde Eins durch Breakout selbst eliminiert, schade Andre Müller.

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Mathis‘ Monster Wheelie

Super Gas:

Collin Morris gewinnt gegen Stefan Reffelrath. Morris und sein Bruder machen in Santapod in regelmäßigen Abständen pro Rennwochenende in den Klassen SG und SC mit diesem Auto mindestens eine Siegplatzierung. Also kommt auch dieser Sieg nicht von ungefähr.

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Werner Zudrell

Funnybike:

Kars van den Belt kann den Sieger der letzten beiden NOX, Eric richard vom Hattrick abhalten. Christian Jäger schied nach guter Leistung leider bereits in Runde Eins aus. Markus Laur vom Burnen and Wheelen Team schafft es ins Halbfinale.

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van der Belt

Super Twin Top Gas:

.Frederic Schack gewinnt mit einer 7 Sekunden Zeit gegen Serge Pinee.

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H. Jolink, bei allen NOX aktiv dabei…

Supercharged Outlaws sowie die Fuel Altereds kamen durch den Samstäglichen Regen etwas zu kurz, schade… Publikumslieblinge….

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Rat Trap

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Bradfords

Fazit, man braucht in Zukunft keine Angst mehr vor einer schlechten Hockenheim Quartermile zu haben, die F1 kann machen was sie will, 3 Wochen reichen um die Basis für ein gutes Rennen zu liefern. Fehlt nur noch ein vierter Tag, ein Donnerstag für Sportsman Qualifying (hatte ich das schon erwähnt?), dann wäre das Event perfekt.

Markus Münch für Dragmag.de

Fotos: Schenker, Münch, Schimanski