Pro ET bei den NOX

NITROLYMPX 2018 ProET

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Der Höhepunkt des Jahres, das größte Event Europas, ist Geschichte. Bei bestem Wetter hatten wir schon beim T&T am Wochenende davor Zeit, die Autos einzustellen und Daten zu sammeln. Zugleich ist das Rennen auch der letzte Lauf zur Pro ET Challenge. Martin Weikum und Janine Hagen sind in der Gesamtwertung an der Spitze. Wer wird das Rennen machen?

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Kunold

Der erste Qualilauf ist „tricky“. Die Strecke war noch kalt und so hatten viele mit Traktionsproblemen zu kämpfen. Lediglich die ersten vier (allesamt Challengefahrer)  schafften es unter 1/10s an den Dial-In zu fahren. Im zweiten Run war schon mehr Temperatur in der top präparierten Bahn, der geplante dritte Qualilauf musste nachmittags wegen leichtem Regen  abgesagt werden.

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Daud

Samstag früh um 9h ging es mit deutlich besseren Bedingungen weiter. Den ersten Quali Rang mit +0,007s ließ sich Will Clark mit seinem Dragster aber nicht mehr nehmen. Dahinter Beranger Pudil,  Phillip Thurnherr und meine Wenigkeit (Uwe Kindich). Am anderen Ende, gerade so noch qualifiziert, Karl Geiger mit dem COPO-Camaro als 32. Der vierte Run fiel aus, daher die finale Quali-Liste nach Q3.

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Krautberger

Da gab es auch schon einige technische Ausfälle zu beklagen: Der Vorjahressieger  Gino Bernadine hatte Getriebeprobleme. Als die behoben waren, verabschiedete sich der Turbo. DNQ!!! Torben Wolf konnte dank großartiger Hilfe vieler Freunde nach dem Motorschaden in Jade wieder an den Start gehen. Leider zerbröselt  dann aber sein Getriebe. Andre Nahlers Käfermotor hatte einen Stein angesaugt, der ein Ventil nachhaltig verformte. Blöderweise nahm auch der Nockenwellenantrieb Schaden. Ein passendes Ersatzteil war auf die Schnelle nicht zu bekommen, also Zapfenstreich  für den nächsten Luftgekühlten.

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Hagen

In der ersten Elimination gab es reichlich Rotlichter. Leider auch für mich gegen den Schweizer Josef Schmidig. Janine zeigte Karl Geiger Herberts Rücklichter. Frühes Ende für den Runner-Up aus 2017. Björn Sczendzina hatte mit neuen Slicks endlich wieder Grip und kam in die zweite Runde.  Jill Kemp, die nach ersten Testfahrten in Jade das erste Mal mit Papas Auto in Hockenheim antrat, kam auch weiter. Der Führende in der Challenge Martin Weikum konnte nicht wie gewohnt aufgeigen. Überraschend frühes Aus für den sonst so konstanten Camaro.

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Bailo

Im Achtelfinale schickte Will Clark den Käfertreter Dirk Kunold auf den Hänger, Top Performance des „Juniordragsters“ mit Hayabusamotor. Jill Kemp verpennte den Start und fuhr Break-Out. Phillip Thurnherr biss sich an Keith Herbert die Zähne aus. Feierabend für die Old-Crow Nova aus Vorarlberg. Til Schöninger konnte sich an der Ampel auch nicht beherrschen und schenkte mit seinem Redlight Pudil den Sieg.  Frank Römer fuhr souverän mit 0,05s RT und 13 Tausendstel am Index sicher ins Viertelfinale. Hut ab! Björn Sczendzina  lieferte Miss Zweitausendstel „a hell of a dragrace“ wie er sagte. Das Schubert Team hatte hoch gedialt und wohl versucht mit dem Gegner zu spielen. „Lucille“, so der Name von Björns Camaro, spielte aber besser.


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Sczendzina

So hat Janine die Chance verpasst als erste Frau die Challenge zu gewinnen. Und Herbert hätte der erste siegreiche Nicht-Camaro sein können. Vielleicht 2019?

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Martin Weikum

Viertelfinale: Will Clark mit unglaublicher Leichtigkeit gegen Caruso weiter. Lee Huxley setzt sich im rein britischen Duell gegen Keith Herbert durch. Ab da gehts auch um Preisgeld. Leider nicht für Lucille und Björn. Frank Römer performt im Camaro-Duell besser und ist weiter.  Die beiden kämpfen mit Madame Zweitausendtsel auch im DMSB Drag Racing Pokal um die Plätze hinter Gerd Habermann.    Genau dieser Gerd verspielte jedoch jede Chance auf Bares an der Ampel. Eine rote Kirsche nach Erlensee. Und weil das noch nicht reicht, zerlegt sich nach 50 Metern auch der V8 in  seinem Zweisitzer. Kein glückliches Wochenende für ihn. Pudil kampflos weiter. Semi-Finals:

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Will Clarc

Will Clark und Lee Huxley mit identischen RTs am Start, das Rennen wird um 1/100s entschieden. Wahnsinnsshow der Engländer mit dem besseren Ende für den kleinen Dragster. Das zweite Halbfinale wird  durch Rotlicht entschieden. Frank Römer trotz Breakout im Finale. Beranger Pudil muss sich als Semifinalist zufrieden geben. Finale: Wie schon das ganze Wochenende hat William Clark die Ampel top im Griff und lässt Frank Römer nur den Titel „Runner-Up“ Gratulation an die Gewinner! Top-Qualifier und Sieg. Well deserved, Great job! Erstaunlicherweise hat zum zweiten Mal in Folge ein 4-Zylinder die Nitros gewonnen. Wer hätte das gedacht? Zum fünften Mal in Folge gewinnt ein Camaro die ProET Challenge Wird Zeit daran etwas zu ändern. Wir arbeiten daran.

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Römer

Uwe Kindich, der rasende Reporter aus Hockenheim

Fotos Münch